Aktuell

Denkzeit-Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Krisen-Modus

Die aktuelle Krisensituation fordert den Menschen einiges ab. Ihr System – sei es das eigene Ich, das Familiensystem, das berufliche System oder das große gesellschaftliche System –  gerät ins Wanken und wird ordentlich durchgeschüttelt. Wir tun alles Mögliche um mit dieser Situation zurecht zu kommen, uns anzupassen oder neue Vorgehen zu entwickeln. Und das in einem rasanten Tempo.

Ich möchte das systemische Denken nutzen um die Vorgänge in dieser Krise detaillierter zu beobachten und künstlerisch zu verarbeiten.  Meine Frage dazu ist: Welche Auswirkungen hat die Krise auf den Körper und damit unser kleinstes System – das Ich? 

Ich möchte einzelne Menschen mithilfe von systemischen Fragemethoden interviewen um ihre Sicht und Perspektiven auf die momentane Krise und ihre Auswirkungen zu erfahren. Diese Fragen können unter anderem sein:

„Welche Dinge werden für dich plötzlich wichtig, die es vorher vielleicht weniger waren?“

 „Was ist jetzt in deinem Alltag anders als vorher?“

„Angenommen der jetzige Krisenzustand wird zur Normalität, was daran gefällt dir, was daran nicht?“

 „Wo im Körper nimmst du die Krise war und wie?“

In den letzten Wochen und Monaten, in denen die Corona-Krise das mediale und öffentliche Bild maßgeblich geprägt hat, dominieren in der öffentlichen Wahrnehmung Themen wie die negative Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der wirtschaftliche Wachstumseinbruch, den weltweiten Grenzschließungen und dem Ziel die gesellschaftliche und wirtschaftliche Ausgangslage wieder herzustellen.

Doch wie geht es dem einzelnen Menschen damit und was ist seine persönliche Sichtweise? Wie beschreibt jemand die Auswirkungen der Krise in seinem Leben?

Es entstehen Interviews mit Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen. Es entstehen Einblicke in persönliche und körperliche Auswirkungen der Corona-Situation. Was bewegt und wie bewegt es die Menschen?

Die Entstehung dieser Arbeit wird durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht.

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